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Mittelalter Topliste 100
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DAS MITTELALTER

 

Mit dem Begriff Mittelalter wird im allgemeinen der Zeitraum zwischen dem Untergang des römischen Reiches im Jahre 476 und der Entdeckung Amerikas 1492 benannt. Dieses Zeitalter umfasst also ca. 1000 Jahre! Wie unser Firmenname "Mittelalter.Com" schon erahnen lässt beschäftigt sich alles auf unseren Seiten mit genau dieser außergewöhnlichen Epoche, die auch vieles in unserem heutigen Leben noch beeinflußt.

Während das römische Reich durch die Eroberung Roms unterging blieb das oströmische Reich um Byzanz zunächst intakt. Im Frühmittelalter wurden die restlichen heidnischen Gebiete in Europa nahezu komplett christianisiert. Im 7. Jahrhundert entstand dann mit dem Islam eine neue Religion, die durch die Eroberungen von 711-719 der iberischen Halbinsel durch die Mauren auch in Europa Ausbreitung fand. Die allgemein vorherrschende Gesellschaftsform während dieser Epoche war der Feudalismus, einer nach Ständen geordneten Gemeinschaft mit einem christlich geprägten Weltbild, Kultur, Literatur, Architektur und Kunst. Als Erbe aus der Antike und als einheitliche Sprache dienend, fand Latein Verwendung. Von großer Bedeutung waren die Juden im Mittelalter, da die christliche Kirche ein Zinsverbot erlassen hatte, was es einem jeden Christen unstersagte Geldgeschäfte zu tätigen.

 

Zusätzlich wird das Mittelalter in drei Zeitalter unterteilt:

 

- Frühmittelalter (476 bis Anfang/Mitte 11. Jahrhundert), als Epoche der Merowinger, Karolinger und Ottonen
- Hochmittelalter (Anfang/Mitte 11. Jahrhundert bis ca. 1250), als die Zeit der Salier und Staufer

- Spätmittelalter (ca. 1250 - 1500), als das Zeitalter der Habsburger und Luxemburger

 

 

FRÜHMITTELALTER

 

Das Frühmittelalter begann mit dem Untergang Roms 476, was das Zeitalter der Völkerwanderung einläutete. Während im Oströmischen Reich die Strukturen zunächst erhalten blieben verfielen die Antiken Strukturen im Westen, mit dem Einfall der Langobarden im Jahre 568 spricht man vom Ende der Völkerwanderung und dem Beginn des Frühmittelalters in ganz Europa. Da sich das frühmittelalterliche Europa auf dem Weströmischen Reich begründete, war es eine logische Folgerung, dass Karl der Große an Weihnachten im Jahr 800, durch den Papst zum "Translatio Imperii" römischen Kaiser gekrönt wurde. Nach seinem Tod im Jahre 814 verfiel das riesige Frankenreich (beinahe das heutige Europa!) allmählich und am westlichen Rand entstand das spätere Frankreich. Im Osten bildete sich das Ostfrankenreich was dann im Hochmittelalter zum "Heiligen Römischen Reich" wurde. Auch später kamen unter den Ottonen nur die oströmischen/deutschen Könige für die Kaiserwürde in Frage, wobei es strittig war (vor allem im 11. Jahrhundert) ob der Papst oder der gekrönte Kaiser untergeordnet war. Gegen Ende des Frühmittelalters (ca. 800-1050) hatten die Küstengebiete unter den Einfällen der Wikinger zu leiden, die östlichen Gebiete unter den Magyaren-Raubzügen (900-955). Durch diese Raubzüge, sowie der islamische Expansion (Eroberung Nordafrikas und der iberischen Halbinsel durch die Muslime), wurden die letzten spätantiken Strukturen ausgelöscht. Diese Strukturänderung führte letztendlich zum feudalistischen Wirtschaftssystem, welches den Bauern die Freiheit entzog und den Grundherren die Verteidigung Ihrer Ländereien übertrug. Besonders Nordfrankreich und die britischen Inseln hatten unter den Wikingereinfällen zu leiden, wo diese teils auch eigene Herrschaftsgebiete errichteten.
Durch das byzantinische Reich, Klöster, den Benediktiner Orden und die Gelehrten des islamisch/-arabischen Kulturkreises konnten zumindest ein Teil der antiken Literatur und Wissenschaften bewahrt bleiben.

 

 

HOCHMITTELALTER

 

Das Rittertum erreichte in dieser Epoche seinen Höhepunkt, wie auch das römisch-deutsche Kaiserreich. Die höfische Kultur und der Minnesang entwickelte sich, die Bevölkerung Europas wuchs, Handwerk und Handel wurden gefördert und die Bildung war nicht länger nur auf den Klerus beschränkt. Die Kreuzzüge fallen auch in diesen Geschichtsabschnitt, während denen sich der massive Einfluß der Kirche zeigte. Zunächst waren es vermeintlich noch religiöse Gründe, jedoch diese wurden dann zunehmend von machtpolitischen und wirtschaftlichen Interessen verdrängt. So gelang es den Kreuzfahrern auch nicht sich längerfristig im "heiligen Land" festzusetzen. Im Zuge der Kreuzzüge entwickelte sich der Fernhandel, was auch die Geldwirtschaft und die Stadtstaaten wie Venedig stärkte und zu Wohlstand führte. In Frankreich entstanden die ersten Universitäten, in Mitteleuropa das Zunftwesen, welches vor allem das Leben in den Städten stark beeinflusste. In dieser Epoche ringten die weltliche und die geistliche Welt um die Vormachtstellung, auch die Inquisition wurde eingesetzt um gegen die sogenannten Ketzer wie z.B. die Katharer vorzugehen.
Im Norden und Osten entstanden neue Königreiche wie England, Dänemark, Polen, Ungarn und Böhmen. Unter Einfluß der Wikinger und des Byzantinischen Reiches (Höhepunkt um 1000) erblühte das Kiewer Reich, welches aber durch den Mongolensturm im Jahre 1223 zerstört wurde, der auch fast Polen und Ungarn mit dem Untergang geweiht hätte. Durch den 4. Kreuzzug wurde Byzanz im Jahre 1204 empfindlich geschwächt. Die Reconquista der iberischen Halbinsel dauerte knappe 700 Jahre und kam zum Ende mit der Eroberung des Emirats von Granada.

 

 

SPÄTMITTELALTER

 

Im Spätmittelalter kam das Hoch des Bürgertums, der Städte und der Geldwirtschaft. Verschiedene Meinungen gibt es ob es nun um 1300 zu einer Krise kam oder nicht, objektiv wohl schon, aber wegen nachteiligen Klimaentwicklungen. Im Jahre 1291 viel Akkon die letzte Festung der Kreuzfahrer. Die wohl heftigste Krise war aber der Ausbruch der Pest, die 1347 vermutlich von der Krim am Schwarzen Meer kam. Der "Schwarze Tod" raffte ein Drittel bis zu einer Hälfte der Europäischen Bevölkerung dahin und verwüstete ganze Landstriche. Zur selben Zeit dieser Katastrophe kam es durch Erbstreitigkeiten um die französische Thronfolge, zum Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich. Von ca. 1340-1420 gelang es den Engländern die Oberhand zu behalten, jedoch durch Jeanne D'Arc neu motiviert gelang es den Franzosen 1453 den "hundertjährigen Krieg" siegreich zu beenden. Im selben Jahr fiel Konstantinopel in die Hände der osmanischen Türken und Gutenberg erfand den Buchdruck.
Die Kunst und Wissenschaften bereiteten der Renaissance den Boden und die ersten Universitäten wurden gegründet, an denen die Lehren und die Philosophie antiker Gelehrter verbreitet wurden. Die Wirtschaft erlebte trotz der Pest eine Blüte, vor allem durch die italienischen Stadtstaaten und die Hanse. Der Städtebund bewirkte durch den Handel eine weitere Besiedlung Nord und vor allem Osteuropas. Durch die Handelskontakte entstanden in Rußland neue Fürstentümer, die sich von der mongolischen Besetzung befreien konnten. Mit der Eroberung des Emirats Granada 1492 ging die Reconquista zu Ende, und auch mit der Entdeckung der neuen Welt durch Kolumbus wurde ein neues Zeitalter eingeläutet: Die Renaissance.