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November 2009 - Speis & Trank |
rüß Euch! |
Willkommen zu Mittelalter 2.0 im November!
Inhalt dieses Boten:
Gruß & Verlosung
Markttermine
Esskultur des Mittelalters
Trinkkultur des Mittelalters
Produktvorstellung Hypocras
Aus unserer Buchhandlung
Aus unserem Kontor
Saladins Spezereyen
DVD-Tipp: "Guédelon"
Filmvorschau: "1066"
Im Dezember
Die Blätter fallen, der Winter kündigt sich an und Vorräte wurden angelegt. So steht der November bei uns ganz im Zeichen der Gaumenfreuden. Eine Artikelübersicht unserer Monatsaktion findet Ihr hier oder auch weiter unten. Wir freuen uns hier über Feedback, Wünsche und Anregungen!
Die Eßkultur war schon immer für die jeweilige Gesellschaft prägend und hat das Alltagsleben entscheidend beeinflußt! So präsentieren wir Euch Neuheiten aus unserem Saladins-Sortiment und nehmen edle Tropfen für Euch unter die Lupe!
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Anlässlich unserer November-Aktion veranstalten wir exklusiv für die Leser/-innen unseres monatlichen „Herolds“ folgende Speis & Trank-Verlosung:
1. Preis: Set aus mittelalterlichen Trinkspezialitäten
2. Preis: Essen und Trinken im Mittelalter (Buch)
3. Preis: Falsobordone CD (mit Rezepten)
4.-10. Preis: je ein 5,- € Gutschein für unseren Europäischen Mittelaltermarktplatz
So funktionierts: bei jeder Bestellung ins Anmerkungsfeld das Stichwort „Hypocras“ eintragen und am Ende dieses Monats verlosen wir unter allen Bewerbern die oben genannten Gewinne.
Passend findet Ihr viele Artikel in unserer komplett neuen Speis & Trank-Rubrik sowie der komplett überarbeiteten Saladins-Abteilung. Passend in unserer Buchhandlung findet ihr Kochbücher und Kräuterkundliche Werke, sowie die Zeitschrift "Karfunkel: Küche", deren Nr. 2 im November erscheint!
Und denkt daran, für die gesamte Bestellung (Zelte ausgenommen) entfallen die Versandkosten ab einem Bestellwert von nur 15,- € aus unserer Fachbuchhandlung, von CDs, DVDs & CD-Roms, und dass sogar in alle Staaten der EU! |
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Markttermine der Saladins-Karawane |
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Esskultur des Mittelalters |
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Die Bezeichnung Esskultur des Mittelalters beschreibt die Ernährungsgewohnheiten, die für Europa in einem Zeitraum von etwa dem 5. Jahrhundert bis zum Ende des 15. Jahrhunderts charakteristisch waren. Innerhalb dieses Zeitraums vollzog sich ein erheblicher Wandel. Technische Verbesserungen an Mühlen und Keltern, die Klimaerwärmung in der Übergangsphase vom Früh- zum Hochmittelalter[1], die zunehmende Verbreitung der Dreifelderwirtschaft, der Kulturaustausch mit dem Orient durch die Kreuzzugsbewegung, eine zunehmend bessere Infrastruktur und die Intensivierung des Fernhandels verbreiterte und verbesserte bis zum 14. Jahrhundert das Nahrungsangebot und veränderte die Ernährungsgewohnheiten. Mangel und schwere Hungersnöte waren trotzdem eine immer wiederkehrende Erfahrung. Eine Veränderung in den Ernährungsgewohnheiten bewirkte auch die Pest, die Europa ab Mitte des 14. Jahrhunderts heimsuchte: In Folge der epidemiebedingten europaweiten Bevölkerungsverluste, die regional bis zu 30 Prozent betrugen, verlor Getreide allmählich an Bedeutung und Fleisch wurde zum Hauptkalorienlieferanten.[2][3]
Getreidebreie und -grützen zählten das gesamte Mittelalter hindurch in allen Schichten zu den Grundnahrungsmitteln. Brot war im 10. Jahrhundert selbst in vornehmen Klöstern ein nicht alltägliches Nahrungsmittel, während es im 13. Jahrhundert auch in ärmeren Bevölkerungsschichten täglich gegessen wurde. Eine ähnliche Entwicklung vollzog sich beim Wein.[4] Wild spielte in der mittelalterlichen Ernährung nur eine geringe Rolle. Hausschwein und Haushuhn waren die wichtigsten Fleischlieferanten. Getrockneter Kabeljau und gesalzener Hering gehörten ab dem 10. Jahrhundert zu den europaweit gehandelten Lebensmitteln, daneben wurde eine große Vielzahl unterschiedlicher Arten von Süß- und Salzwasserfischen gegessen. Zu den häufig verwendeten Würzmitteln zählten Verjus, Wein und Essig. Diese gaben gemeinsam mit der weit verbreiteten Verwendung von Honig vielen Gerichten einen süß-säuerlichen Geschmack. Pfeffer, Muskatnuss, Safran und andere importierte Gewürze wurden in geringen Mengen gehandelt und überwiegend in wohlhabenden Haushalten verwendet. Erhalten gebliebene ausführliche Rezeptsammlungen legen nahe, dass im Spätmittelalter eine signifikante Weiterentwicklung der Kochfertigkeiten stattfand. Neue Zubereitungsmethoden wie Mürbteigkuchen, das Klären von Brühen mit Eiweiß tauchen das erste Mal in Rezepten des späten 14. Jahrhunderts auf. Rezepte enthielten auch zunehmend Hinweise zur Zubereitungsweise und waren nicht länger eine einfache Aufzählung der Zutaten.[5]
Im frühen Mittelalter bestand eine soziale Differenzierung der Ernährungsgewohnheiten in erster Linie in der Menge der konsumierten Lebensmittel und weniger in ihrer Qualität.[6] Im Verlauf des Mittelalters markierten zunehmend die Konventionen um Essen und Trinken die sozialen Barrieren. |
In vielen Städten legten beispielsweise Regeln fest, welche Speisen Dienstboten, Gesellen, Meistern und Handelsherren zustanden.[7] Auch die Fleischgerichte, die die städtische Mittel- und Oberschicht verzehrte, wurden deutlich aufwändiger und raffinierter in der Zubereitung.[8] Zur Erfassung dieser sozialen Dimension von Ernährungsgewohnheiten wird mitunter hilfsweise zwischen einer Esskultur des Adels, Klerus und der Stadt- und Landbevölkerung unterschieden. Diese Unterscheidung ist problembehaftet, weil die Übergänge zwischen diesen Schichten fließend waren. Für die Ernährungsgewohnheiten eines einzelnen mittelalterlichen Menschen waren sein individueller Wohlstand sowie die Einbindung seines Lebensortes in den Fernhandel ausschlaggebender als eine Zuordnung seiner Person zu einer dieser vier Gruppen.[9]
Das heutige Wissen um die mittelalterliche Esskultur stammt zu einem großen Teil aus schriftlichen Quellen wie Abgabenordnungen, Zollrollen, Berichten von Krönungs- und Zunftfeierlichkeiten, philosophischen Schriften und für das Ende des Mittelalters auch zunehmend aus Kochbüchern. Diese Quellen sind häufig unvollständig und einseitig, weil sie besondere Ereignisse und die Lebensweise der Oberschicht übergewichten. Wichtige Ergänzung sind deshalb die Ausgrabungen mittelalterlicher Siedlungen, die ein vollständigeres und häufig anderes Bild als die schriftlichen Quellen vermitteln.[10]
Weiterführende Links
(Auszug aus Wikipedia) |
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Trinkkultur des Mittelalters |
Während regelmäßiger Alkoholkonsum im Mittelalter als völlig normal angesehen wurde, gab es schon im frühen Mittelalter Bemühungen, das übermäßige Zechen bis zum Vollrausch einzudämmen. Sicher nicht ohne Grund wurde jedem deutschen Kaiser vor der Krönung in Rom die Frage gestellt: „Willst du mit Gottes Hülfe dich nüchtern halten?“[6] Karl der Große war ein Anhänger der Mäßigkeit beim Trinken und erließ Verbote gegen den Trinkzwang bei Gesellschaften, allerdings erfolglos.
In Deutschland nahm ein großer Teil der Bevölkerung, inklusive der Kinder, bis weit in die Neuzeit hinein schon morgens eine Biersuppe zu sich. Außerhalb von Mahlzeiten nahm das Trinken der Männer im Allgemeinen den Charakter eines Gelages an. Die Trinksitten verlangten, dass ein angebotenes Getränk nicht abgelehnt werden durfte, das wäre als Beleidigung aufgefasst worden. Solange die Mittrinker noch tranken, durfte keiner aufhören, denn das galt als Zeichen von Schwäche und Unmännlichkeit. So wurde oft gezecht bis zur Bewusstlosigkeit, wie Chronisten berichten. Die Trinksitten schrieben das Kampftrinken vor, eine Form des Duells ohne Waffen. Wer sich diesen Regeln entziehen wollte, wurde zum Außenseiter und wurde sozial ausgegrenzt, oder er wurde sogar zum Feind erklärt.[7]
Von Grimmelshausen ist die Äußerung überliefert, dass beim so genannten Zutrinken oft regelrecht „der Angstschweiß ausbrach, doch es musste gesoffen sein“, um sich keine Blöße zu geben oder geächtet zu werden.
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Adlige Herren hatten den Vorteil, dass sie mitunter ersatzweise ihre Diener vorschicken konnten, die dann in ihrem Namen mittrinken mussten. Dahinter stand teilweise auch die Angst, beim Trinken vergiftet zu werden. [7]
Wenn auch in anderen europäischen Ländern viel getrunken wurde, so hatten sich gerade die Deutschen im Laufe des Mittelalters den Ruf erworben, besonders trinkfreudig zu sein. So gibt es eine Anekdote, dass Kaiser Karl V. bei einem Spaziergang mit spanischen Adligen voller Stolz auf seine Leibgarde wies und sagte: „Sehet, sein die Teutschen nicht wackere, starke, ansehnliche, gerade Männer?“ Worauf ein Spanier erwidert haben soll: „Es ist wahr […], wenn sie nur nicht so sehr söffen.“[8] Dabei gab es der Überlieferung zufolge gewisse regionale Unterschiede. Im 16. Jahrhundert hatten die Provinzen Sachsen, Mark Brandenburg, Pommern, Mecklenburg und andere Regionen in Norddeutschland im Volksmund den Beinamen „die großen Trinklande“ wegen des angeblich besonders ausgeprägten Alkoholkonsums.[6]
Nicht nur der Adel sprach bei entsprechenden Anlässen reichlich dem Alkohol zu, sondern auch Bauern und Handwerker. Die Zünfte verfügten eigens über Trinkordnungen, auch Komment genannt. Vor allem die Gesellen zeigten des Öfteren einen Hang zu ausgiebigen Zechgelagen, was entsprechende Anordnungen der Obrigkeit nach sich zog, in denen zum Beispiel die Gewohnheit, am Montag der Arbeit fernzubleiben, mit Strafen bedroht wurde. Die Entstehung des Ausdrucks Blauer Montag, in den wissenschaftlichen Wörterbüchern meist aus der liturgischen Farbe des arbeitsfreien Fastenmontags abgeleitet[9], wird zuweilen auch mit dem Trinken der Handwerker an den Blauen Montagen in Verbindung gebracht.[10]
(Auszug aus Wikipedia) |
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Produktvorstellung - Hypocras |
In anderen Schreibweisen auch hipocras, hippocrass, ypocrasse, ypocras, hypocras, hyppocras, ipocras oder ippocras, war ein Gewürzwein, dem man im Mittelalter medizinische Eigenschaften zuschrieb. Aber auch seine Wirkung als Aphrodisiakum ist überliefert... Das Getränk war wegen der damals sehr teuren Gewürze nur an den Höfen von Königen und reicher Adliger üblich.
Das Rezept des Hypocras geht auf den griechischen Arzt Hypocrates zurück, der im V. Jahrhundert vor Christi Geburt lebte.
Das Rezept erhielt sich im orientalischen Raum.
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Die Katharer brachten es dann schließlich von einem Kreuzzug mit in den Okzident, wo der Hypocras daraufhin, wohl auch mit der allgemeinen Blüte des Herzogtums Aquitanien, zu einem allgemein beliebten Apéritif während des Mittelalters wurde. Dies ist unter anderem damit zu erklären, dass das sog. "savoir vivre" der Okzitanischen Kultur (Troubadoure, Minnesänger & Blüte des höfischen Lebens) von dem heutigen Languedoc nach ganz Europa ausstrahlte, bevor es durch die Albigenser-Kreuzzüge stark beinträchtigt wurde.
Heutzutage wird der Hypocras gerade in dieser Gegend in Südfrankreich wieder kultiviert. Unser Produkt wird zu 100% natürlich hergestellt und nur die erlesenste Gewürzqualität kommt zur Verarbeitung. |
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Unser DVD-Tipp im November |

Die offizielle Begleitdoku von Reinhard Kungel
In den Wäldern von Saint-Saveur entsteht eine Burg. Das Besondere: Die Bauarbeiten finden unter denselben Bedingungen wie vor 700 Jahren statt. Handarbeit ist angesagt, ohne Bagger, LKW und Bohrmaschine. Eine beeindruckende Szenerie: rund 50 Menschen arbeiten in historischen Gewändern und unter wissenschaftlicher Leitung an einem gemeinsamen Lebenswerk. Bis zum Jahr 2025 will man fertig sein. Reinhard Kungel begleitet das Projekt von Anfang an.
Anmerkung der Redaktion:
1-2 mal im Jahr sind wir selber in Guédelon anzutreffen und helfen tatkräftig beim Bau der Burg. Bisher waren wir im Steinbruch, beim Transport, beim Mauern in der Küche des Palas und bei den Zimmerleuten tätig. Wir können jedem nur empfehlen die außerordentliche Atmosphäre dieses historischen Experiments selber zu erleben! Für die Zukunft sind geführte Handwerkerreisen in Planung...
Die 80minütige Dokumentation »10 Jahre Guédelon« portraitiert die Baustelle von Guédelon und ihre Macher. Der 45minütige Film »Wir bauen eine Ritterburg« ist speziell für Kinder und Jugendliche gedacht. Das DVD-Menü ermöglicht hierbei die Anwahl der einzelnen Bauberufe.
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Kinostart voraussichtlich 2010
Der neue Film von Robin Jacob
Geschichtlicher Hintergrund:
Der 14. Oktober 1066 ist das wohl bekannteste Datum englischer Geschichte. Es ist das Jahr ZWEIER Invasionen von England und ein Jahr in dem drei wirklich blutige Schlachten gefochten wurden.
Der gefürchtete norwegische König Harald Hardraada ('Harald der harte Führer') führte mitte September eine erfahrene Wikinger-Invasionsarmee nach Nordengland. So überraschte er die Engländer, die auf die Invasion von Wilhelm an der Südküste warteten. Während König Harold Godwinson in einem Gewaltmarsch eine gut gerüstete Infantrie-Armee 190 Meilen nach Norden führte, scchlug am 20. September Hardraada bei GATE FULFORD, York, einen anderen Englischen Verband (geführt von den Earls Edwin und Morcar) vernichtend. |
Fünf Tage später überraschte wiederum Harold Godwinson bei STAMFORD BRIDGE die sich völlig sicher fühlenden Truppen Hardraadas. In einem heftigen Gefecht massakrierten die Engländer so viele Ihrer Gegner, daß es diesen nur gelang in "24 von 300" Langschiffen den Rückzug anzutreten.
Während König Harold noch seinen kolossalen Sieg feierte, landete Wilhelm Herzog der Normandie mit seiner Invasions-Flotte an der Südküste Englands.
250 Meilen nach Süden hastend um den frischen und gut ausgestatten Truppen Wilhelms zu begegnen, stürmten Harolds übermüdete und völlig erschöpften Mannen nach Hastings, wo sich an einem wolkigen Samstag Morgen diese zwei mächtigen und entschiedenen Männer in der Schlacht von Hastings begegneten.
Offizielle Filmsite:
www.1066themovie.biz
Artikel zu "1066" in unserem Kontor
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Im  |
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Im nächsten Monat
dreht sich alles um das Thema
"Orient"
Auf Bald und herzliche Grüße,
Eure Redaktion von
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