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KLEIDUNG IM MITTELALTER

 

ie Kleidung im Mittelalter im Okzident (Europa) zeigte jedem sofort welchem Stand er angehörte. Unterscheiden konnte man den sozialen Stand der jeweiligen Person durch die verwendeten Stoffe, Farben und Accessoires. So trugen die niederen Stände Kleidung aus Leinen, Hanf, Nessel (meist verwendet für die Unterwäsche bzw. Unterkleidung) und Schafwolle (meist verwendet für die Oberbekleidung). Die höheren Stände konnten je nach Wohlstand auf hochwertige und sehr teure Stoffe aus fernen Ländern zurückgreifen. Wie Seide aus Fernost und andere veredelte Tuche.


 

 

 

 

 

 

FARBGESTALTUNG

 

ie niederen Stände begnügten sich logischerweise überwiegend mit naturfarbenen Stoffen, während die Wohlhabenderen auch eingefärbte Tuche verwendeten, alleine auch schon um sich sozial abzugrenzen. Diese Praktik ist durch zahlreiche Abbildungen, Ausgrabungsfunde und Färberezepte belegt. Gefärbt wurde meist mit Pflanzenfarben. Verwendet wurden für gelbe Töne Birke, Rainfarn und Gilbkraut. Rote Farbtöne wurden durch Krapp, Gänsefuß, Ahornwurzeln, Schlehdorn und bestimmte Flechten erzielt. Blaue Farbtöne erzielte man mit Färberwaid und dem zunehmend importierten Indigo. Auch tierische Färbextrakte wurden verwendet. Aus der in Europa beheimateten Kermeslaus, wurde ein teures Rot gewonnen. Der aus der Purpurschnecke gewonnene Purpur-Farbstoff war extrem teuer, so dass er ausschließlich vom hohen Klerus und dem Hochadel verwendet werden konnte.

 

 

 

 

 

 

KLEIDUNG DER ROMANIK

 

ie Kleidung der Romanik (ca. 800 bis 1200) stand sehr unter dem Einfluß der byzantinischen Mode. die ursprünglich aus der römischen Tracht entstand, beeinflusst. Diese Einflüsse wurden jedoch mit der Zeit schwächer und waren im 11. Jahrhundert nur noch an den Gewändern der Geistlichen zu erkennen. Als Verzierungen wurden in der Romanik noch häufig aufwändig brettchengewebte Borten genutzt. Kleidung des Mannes in der Romanik Der Mann trug ein Unterhemd und eine Art Unterhose (genannt: Brouche) aus Leinen. Darüber wurde ein langärmliger Kittel getragen. Der wollene Kittel reichte bis über die Knie und wurde gegürtet. Um die Schultern legte man einen Rechteckmantel aus Wolle, der auf der rechten Seite durch eine Spange gehalten wurde. Als Kopfbedeckung wurden Filzhüte getragen. Die Füße und Beine wurden bis ins 11. Jahrhundert noch mit Binden umwickelt, danach setzten sich lange Strumpfbeine durch, welche man heute als Beinlinge bezeichnet. Die Schuhe bestanden aus Leder und wurden wendegenäht hergestellt. An Frisurmoden überwiegen in dieser Zeit kürzere Haarschnitte. Als Schmuck trug der Mann Mantelspangen und Armreife sowie Gürtel und Schnallen überwiegend aus Buntmetall (Bronze). Höhere Stände nutzten auch Silber und Gold.
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