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DIE WIKINGER

 

ie Wikinger sind in dem Sinne nicht ein einzelner Volksstamm. Als Wikinger bezeichnet man vielmehr Angehörige von kriegerischen, zur See fahrenden Personengruppen aus meist nordischen, teils auch baltischen Völkern des Nord- und Ostseeraumes während der Wikingerzeit (ca. 800–1060) im Frühmittelalter.

Die Wikinger stellen nur einen sehr kleinen Teil der damaligen skandinavischen Bevölkerung dar. Dabei kann zwischen zwei unterschiedliche Gruppen unterschieden werden: Die eine betrieb den ufernahen Raub nur in einem frühen Lebensabschnitt. Es waren junge Abenteurer die Ruhm, Reichtum und Abenteuer in der Ferne suchten. Später ließen sie sich jedoch oft wie ihre Vorfahren nieder und betrieben die in ihrer Gegend übliche Wirtschaft. Die Sagas (Altnordische Literatur) und die Runensteine berichten von Ihnen. Für die andere Gruppe wurden die Raubzüge zum Lebensinhalt. Dieser Gruppe begegnet man in den fränkischen und angelsächsischen Annalen und Chroniken. Meist kehrten Sie nicht mehr in die Heimat zurück, wo sie auch als Verbecher bekämpft wurden.


 

 

 

 

 

 

DER BEGRIFF WIKINGER

 

as Wort Wikinger leitet sich vermutlich von dem altnordischen männliche Substantiv víkingr ab, das „Seekrieger, der sich auf langer Fahrt von der Heimat entfernt“ bedeutet. Die weibliche Form víking bedeutete zunächst nur die weite Schiffsreise, später auch die „Kriegsfahrt zur See an entfernte Küsten“. Allerdings ist dies bereits das Endstadium der Wortentwicklung. Das Wort ist älter als die eigentliche Wikingerzeit und bereits im angelsächsischen Wídsíð belegt.

Während der Merowingerzeit sprach die Bevölkerung aber eher von Seekönigen, Seegauten und Seekriegern, aber niemals von Wikingern. Am Ende des 8. Jahrhunderts begann eine Serie von Plünderungszügen nach England, aber es dauerte bis zum Jahr 879, bis in der Angelsächsischen Chronik das Wort Wikinger für diese kriegerischen Aktivitäten verwendet wurde. Danach kommt es nur dreimal vor, nämlich in den Aufzeichnungen für die Jahre 885, 921 und 1098. Heute mein man mit Wikingern die Skandinavier, eigentlich heißt es aber nur Seeräuber. Auf dänischen Runensteinen ist Viking für den Beginn des 11. Jahrhunderts belegt.

Der Ursprung des Wortes ist folglich umstritten. Das germanische vík bezeichnet eine „große Bucht, in der das Ufer zurückweicht“, nach einigen Forschern also die ursprünglichen Siedlungsplätze der Wikinger. Diese Praktik war damals aber üblich und ist nicht wirklich spezifisch für die Wikinger, weswegen wohl diese Theorie ausscheidet. Die Wikinger ließen sich in aller Regel bevorzugt auf Inseln nieder: so auf der Île de Noirmoutier in der Loiremündung (Loire-Normannen), auf der Insel vor Jeufosse und der „île d'Oissel“ in der Seine (Seine-Normannen), auf der Insel Camargue im Flussdelta der Rhone, der Halbinsel Walcheren im niederländischen Zeeland, der Isle of Thanet, der Isle of Sheppey und anderen mehr, insbesondere aber auf den Orkney-Inseln westlich und nördlich von Schottland und jenen in der Irischen See (Isle of Man) bzw. auf Groix (wo jeweils Bootgräber gefunden wurden).

Eine weitere Theorie leitet den Terminus Wikinger vom lateinischen Wort vīcus ab, das eine Ortschaft bezeichnet. Dabei wird auf die vielen Städtenamen verwiesen, die auf -wik enden.

Es wird auch erwogen, dass die Wurzel nicht im Skandinavischen, sondern im Anglo-Friesischen zu suchen sei, da es bereits in altenglischen Glossaren aus dem 8. Jahrhundert auftrete; in diesem Fall erscheint eine Ableitung von altenglisch wíc „Lagerplatz“ (aber auch „Wohnstätte, Dorf“, letztlich ebenfalls aus lateinisch vīcus „Dorf, Anwesen“ entlehnt) wahrscheinlich. Diese beiden Theorien erklären aber nicht die weibliche Form viking und sind deswegen, genauso wie andere, weitestgehend nicht anerkannt. Die Wissenschaft ist bis heute uneins.

 

 

 

 

 

 

KLEIDUNG DER ROMANIK

 

ie Kleidung der Romanik (ca. 800 bis 1200) stand sehr unter dem Einfluß der byzantinischen Mode. die ursprünglich aus der römischen Tracht entstand, beeinflusst. Diese Einflüsse wurden jedoch mit der Zeit schwächer und waren im 11. Jahrhundert nur noch an den Gewändern der Geistlichen zu erkennen. Als Verzierungen wurden in der Romanik noch häufig aufwändig brettchengewebte Borten genutzt. Kleidung des Mannes in der Romanik Der Mann trug ein Unterhemd und eine Art Unterhose (genannt: Brouche) aus Leinen. Darüber wurde ein langärmliger Kittel getragen. Der wollene Kittel reichte bis über die Knie und wurde gegürtet. Um die Schultern legte man einen Rechteckmantel aus Wolle, der auf der rechten Seite durch eine Spange gehalten wurde. Als Kopfbedeckung wurden Filzhüte getragen. Die Füße und Beine wurden bis ins 11. Jahrhundert noch mit Binden umwickelt, danach setzten sich lange Strumpfbeine durch, welche man heute als Beinlinge bezeichnet. Die Schuhe bestanden aus Leder und wurden wendegenäht hergestellt. An Frisurmoden überwiegen in dieser Zeit kürzere Haarschnitte. Als Schmuck trug der Mann Mantelspangen und Armreife sowie Gürtel und Schnallen überwiegend aus Buntmetall (Bronze). Höhere Stände nutzten auch Silber und Gold.
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